Es gibt im Internet viel darüber zu lesen, was es alles zu beachten gibt um für sich den Besten Chirurgen zu finden. Einige grundlegende Dinge sind auch sicher wichtig:
Besonders wichtig ist aber auch, dass Sie ein „gutes Gefühl“ haben, das Sie Ihrem Arzt Ihr Vertrauen schenken können. Lassen Sie sich nicht von günstigen Preisen oder anderen Versprechen zu etwas verleiten, was sich nicht gut anfühlt!
Als allgemeine Empfehlung gilt: bei einer Schönheitschirurgischen Operation handelt es sich um einen Wahleingriff, um eine Wunschoperation. Sie sollten den Operationstermin immer so wählen, dass Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit zur Heilung und zur Regeneration geben können - und ihn nicht in eine eh schon stressige Phase zwängen.
Ich rate meine Patienten eher ein Bisschen mehr Zeit einzuplanen, als es das Internet empfiehlt. Nach einer Fettabsaugung geht es Patienten in der Regel nach wenigen Tagen wieder sehr gut, es kann aber auch sein, dass Patienten mir nach einer Woche, zur ersten Kontrolle sagen: Gut, dass Sie mir gesagt haben, dass ich ausreichend Zeit einplane – das ging doch länger als ich dachte!“
Es kann immer sein, dass Ihr Körper eine etwas längere Regenerationszeit braucht als andere. Um nicht unter Druck zu geraten sollten Sie „großzügig“ planen. Wenn es Ihnen früher wieder gut geht gehen Sie in Café und genießen Sie die Auszeit. Für ein optimales Ergebnis ist dies essentiell.
Berufliche Auszeit heißt auch: für eine schönheitschirurgische Operation wird man in der Regel nicht krankgeschrieben sondern muss Urlaub nehmen.
In der Regel handelt es sich bei einer Schönheitschirurgischen Operation um eine medizinisch nicht erforderliche Operation, daher übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten. In manchen Fällen, z.B. bei einer Brustverkleinerung werden die Kosten in Einzelfällen dennoch übernommen. Wenn Sie dies wünschen müssen Sie sich immer vor dem Eingriff bei Ihrer Krankenkasse um die Kostenübernahme bemühen.
Leider werden Gründe wie psychische Belastung oder Rückenprobleme von der Krankenkasse als Grund in der Regel abgelehnt.
Prinzipiell kann man nach einem Schönheitschirurgischen Eingriff, z.B. nach einer Brustvergrößerung verreisen. Da es aber immer eine Zeit gibt, in der man keinen Sport treiben, nicht Baden und sich allgemein schonen sollte macht es Sinn nach einer ästhetischen Operation 6-8 Wochen keine Reise zu planen.
Sollten Sie dennoch verreisen wollen rate ich meinen Patienten aus Berlin immer nicht weiter als bis zu Harz oder bis zur Ostsee zu fahren. Bei Fragen sollten Sie die Möglichkeit haben sich nochmal bei Dr. Kremer-Thum in der Praxis zur Kontrolle vorzustellen.
Jeder Mensch ist anders – daher ist natürlich auch ein mögliches Operationsergebnis etwas sehr individuelles. Trotzdem ist es natürlich wichtig eine gute Vorstellung zu bekommen „Was ist bei mir persönlich möglich? Entspricht das auch meinen persönlichen Wünschen und Erwartungen? Dazu sind Vorher-Nachher Fotos eher hilfreich.
In Deutschland ist das Veröffentlichen von Vorher-Nachher-Fotos verboten. Zu groß schien die Möglichkeit für die Chirurgen mit manipulierten oder nicht selbst operierten Fotos für sich zu werben.
In den USA ist das anders. Daher gibt es dort auch auf der offiziellen Homepage der amerikanischen Gesellschaft der Plastischen Chirurgen der „American Society of Plastic Surgeons“ eine frei zugängliche Auswahl von Vorher-Nachher Fotos, die einen guten Eindruck geben, was mit der modernen Plastisch – Ästhetischen Chirurgie möglich ist.
https://www.plasticsurgery.org Before & After Fotos
Jeder Chirurg hat ansonsten eigene, von Patienten freigegebene Fotos, die im Rahmen eines persönlichen Beratungsgespräches gezeigt werden und mit deren Hilfe das individuell Mögliche illustriert werden kann. Aus meiner Sicht ist dies ein ganz wichtiger und zwingend erforderlicher Bestandteil eines umfassenden Beratungsgespräches.
Als Faustregel gilt die dreier Regel:
Jeder operative Eingriff hat Risiken, die sich auch bei größter Sorgfalt nie ganz auf null reduzieren lassen. Die Risiken jedes einzelnen Eingriffs werden ausführlich im Rahmen des Beratungsgespräches besprochen und erläutert.
Sollten Vorerkrankungen bestehen bittet Dr. Kremer-Thum immer um eine Abklärung und schriftliche Einschätzung des Operationsrisikos durch den betreuenden Facharzt.
Bleiben gesundheitliche Bedenken sollte im Zweifel von einem Wahleingriff, den die ästhetische Operation in der Regel darstellt Abstand genommen werden.
Dass das Rauchen der Gesundheit schadet ist eine inzwischen akzeptierte Tatsache. Da das persönliche Risiko aber in der Zukunft liegt fällt es schwer dem Laster abzuschwören. Hier ist nicht der Ort für strenge Worte. Ich möchte Sie hier auf den direkten Zusammenhang vom Rauchen und z. B. Problemen bei der Heilung Ihres Wunscheingriffs informieren.
Das Nikotin jeder einzelnen Zigarette bewirkt, wie ein Medikament, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen. Entsprechend verschlechtert sich die Durchblutung in dem operierten Gewebe. Wundheilungsstörungen und Wundinfektionen werden begünstigt, die den Heilungsverlauf verzögern und sich negativ auf das ästhetische Ergebnis auswirken. Jede Zigarette, auf die Sie um die Operation verzichten reduziert das Risiko von Wundheilungsproblemen um die Operation. Es ist der Beitrag den Sie leisten können!
Um das Risiko einer Wundinfektion oder einer Thrombose nach der Operation so gering wie möglich zu halten, habe ich mich entscheiden allen meinen Patienten vorbeugende Medikamente, ein Antibiotikum und Thrombosespritzen zu verschreiben.
Als Schmerzmittel empfehle ich Ibuprofen 400. Dieses Medikament ist in aller Regel völlig ausreichend und ohne Rezept in jeder Apotheke erhältlich.
Um die Regeneration nach der Operation zu fördern, kann es sinnvoll pflanzliche Präparate wie Arnika oder einen Ananasextrakt einzunehmen.
Vitaminpräparate – auch schon eine gewisse Zeit vor der Operation eingenommen – können die Wundheilung positiv beeinflussen.
Aufgrund eines im April 2007 in Kraft getretenen Gesetzes haben die Krankenkassen die Möglichkeit, wenn es nach einer ästhetischen Operation zu irgendwelchen medizinischen Problemen und damit verbundenen kosten für die Krankenkasse kommt den Patienten an den entstandenen Kosten zu beteiligen.
In dem Gesetz heißt es im Einzelnen: „Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte Maßnahme, wie z. B. eine ästhetische Operation, eine Tätowierung oder en Piercing zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern“
Um das mit das mit diesem Gesetz verbundene wirtschaftliche Risiko abzudecken, kann von Ihnen als Patient / Patientin eine sogenannte „Folgekostenversicherung“ vor der Operation abgeschlossen werden.
Anbieter von Folgekostenversicherungen sind zum Beispiel:
www.medassure.de
www.folgekostenversicherung.de